Dee Dee Bridgewater erhält die German Jazz Trophy

Die Preisverleihung an die stimmgewaltige Jazz-Ikone aus den USA bildet einen würdigen Auftakt für jazzopen Stuttgart 2019.

Pünktlich zur Eröffnung der jazzopen Stuttgart kann sich Dee Dee Bridgewater neben ihre drei Grammys auch die German Jazz Trophy ins Regal stellen. „Ihr Gesang ist von zündender Kraft, ihre Show von ansteckender Fröhlichkeit, mit ihrem Temperament kann sie den Konzertsaal in einen Hexenkessel verwandeln“, bejubelt die Jury die 67-jährige US-amerikanische Sängerin. Ihr ursprüngliches Image als weltweit gefeierte Nachlassverwalterin von Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Billie Holiday habe sie lange hinter sich gelassen und ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt. Der Preis ist mit 15.000 Euro und einer Statue des Stuttgarter Bildhauers Otto Hajek dotiert. Ausgelobt wird die German Jazz Trophy von der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, der neuen musikzeitung, JazzZeitung.de und der Stuttgarter Kulturgesellschaft Musik+Wort.

Dee Dee hat Musik im Blut

1950 als Denise Garrett in der Elvis-Stadt Memphis, Tennessee geboren, wurde ihr das musikalische Talent in die Wiege gelegt. Mutter und Großmutter waren begnadete Sängerinnen, der Vater Trompeter in der Band der Swingjazz-Sängerin Dinah Washington. „Schon als junges Mädchen hat mich die Musik bewegt, mich inspiriert, mich vor Freude tanzen und vor Emotionen weinen lassen“, erinnert sich Dee Dee. Nach ersten Auftritten als Soul- und Jazzsängerin in lokalen Clubs zog es sie im Alter von 20 Jahren in die Jazz-Stadt New York. Als Leadsängerin der legendären Big Band von Thad Jones und Mel Lewis machte sie dort rasch auf sich aufmerksam. 197 3war ihre dunkle und zugleich leichte Stimme im Soundtrack des US-Spielfilms „Coffy - die Raubkatze“ zu hören. Es folgten Auftritte an der Seite von Jazzgrößen wie Pharoah Sanders, Dizzy Gillespie, Sonny Rollins oder Stanley Clarke. 1974 wagte sie mit "Afro Blue" ihr Debüt als Solo-Künstlerin.

 

Engagierte UN-Botschafterin

Auch als Musical-Star machte Bridgewater von sich reden: 1975 erhielt sie den Tony Award für ihre Rolle als Glinda in „The Wiz“, einem Soul-Musical nach dem Roman „Der Zauberer von Oz.“ Ihre großartigen Fähigkeiten als Schauspielerin bewies sie in den Broadway-Produktionen „Sophisticated Ladies“, „Black Ballad“, „Carmen“ und „Cabaret“. 2006 gründete sie ihr eigenes Plattenlabel „DDB records“. Als UN-Botschafterin engagiert sich die Mutter einer ebenfalls hochmusikalischen Tochter gegen den Hunger auf der Welt.

 

Nach der Preisverleihung am 4. Juli 2019im SpardaWelt Eventcenter wird sich Dee Dee Bridgewater mit einem Konzert bedanken. Tickets für das Konzert und weitere Informationen erhalten Sie hier.